Geschichte - Die Würthsbehausung zum Gulden Rössl 1640

Schon vor 1600 ist eine Würthsbehausung zu obrist im Alten Markt erwähnt.

Um 1640 wurde die Neue oder Zinggenstraße gebaut, nachdem vorher der Verkehr von Süden ins Pustertal durch die Kreuzgasse, die Lauben, die Adlerbrücke nach Kranebitt, Neustift gegangen war. Im selben Jahr erhält der „Führnehm Herr Ludwig Neiner aus Vilanders, Besitzer der Würthsbehausung  zum Gulden Rössl“ ein Wappen verliehen. Es ist dies die älteste Benennung des Goldenen Rössls. Die heutige Gestalt des Hauses geht ebenfalls auf das 17. Jahrhundert zurück. Die reich gegliederte Fassade mit den 3 Erkern, schönem dreiteiligen Rundbogenfenster und dem mächtigen Portal ist typisch für Gasthöfe, jener Zeit. Natürlich hatte das Rössl, wie alle alten Tiroler Gasthöfe auch Stall und Stadel, sie lagen als Zubauten an der westlichen Hausseite. Es folgten mehrere Besitzer, so finden wir um 1672 Martin Mosenrieder, 1706 Jakoben Mittermayr, 1750 Georg Lünznerishe Erben, 1770 kaufte der Rösslwirt Michael Peintner das nördlich angrenzende Haus dazu und erweiterte dadurch die Kapazität des Wirtshauses beträchtlich. Dieser, sowie Jakob Mittermayr, waren Mitglieder des Brixner Stadtrates. 1817 ist Georg Mayr Besitzer der Wirtstaberne zum Goldenen Rössl. 1885 erwarb der „Maurermartl“ Martin Pichler, ein bekannter und geschätzter Baumeister, den Gasthof. Von dessen Tochter Lina Holzer geb. Pichler kaufte schließlich 1926 Franz Stolz vom Hubenbauer in Vahrn das Goldene Rössl.

Es war ein gutbürgerliches Gasthaus, das erste für den von Norden in die Stadt Kommenden, wo die damals zahlreichen Fuhrwerke einkehrten um die Pferde zu füttern und zu tränken. Bis zum 2. Weltkrieg blieb das Haus fast gleich.

Erst nach dem Kreig, als der Senior das Haus seinem Sohn Alfred übergab wurde mit den Umbauarbeiten die Kapazität von damals 18 Betten auf die heutigen 65 gebracht.

Der kleine Vorbau zur Straße wird heute noch "Der Stellwagen" genannt, wurden hier doch die Pferde der Kutschen und anderen Fuhrwerke ausgetauscht. 

Die Einfahrt ging durch das Haus, dem heutigen Eingang ins Hotel. Das Gastlokal war im 1. Stock, wo heute noch vieles darauf hindeutet. Einmalig schöne Gewölbe über 3 Etagen. Ein Schriftstück welches im Gebälk am Eingang gefunden wurde aus dem letzten Viertel des 16. Jhd. Ist der ältester Beweis dieses Hauses. Franz Stolz betrieb noch selbst Viehwirtschaft und so hatte man Milch, Butter, Fleisch und Eier im Haus. Im Jahr 1882 wurde im Hinterhof die erste Turnhalle Brixens erbaut, welche bis zum Bau der neuen Halle 1910 in der Bahnhofstrasse in Betrieb war. 2003 übergab Alfred seinem Sohn Elmar das Hotel der es heute mit seiner Frau Anna Elisabeth führt. Der Ehe entsprangen 2 Kinder Katharina und Amadeus. Vielleicht die 4. Generation für den traditionsreichen Gasthof.

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